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MODUL · DIAGNOSTIK

ICD-10 Auto-Kodierung. Codevorschläge aus Ihrer Dokumentation — die Entscheidung bleibt beim Arzt.

Der Kodierungs-Assistent ist ein eigenständiges Modul der Aescuris-Software. Er liest den dokumentierten Behandlungstext und schlägt passende ICD-10-GM-Codes vor — inklusive Quellenhinweis und alternativer Optionen. Lokal auf Ihrer Hardware. Ohne Cloud. Ohne Datenabfluss. Ärztlich begleitet, fachlich unterstützend — die finale Kodierungsentscheidung trifft der Arzt.

● Verfügbar ICD-10-GM Lokal · Onpremise DSGVO-konform Ärztlich begleitet
STATUS QUO

14.000 Codes, ein Sprechzimmer, knappe Zeit.

Der ICD-10-GM-Katalog umfasst rund 14.000 Codes. Die korrekte Auswahl ist anspruchsvoll, weil sie zwischen Behandlung, Dokumentation und Abrechnung steht — und weil sie nachträglich von KV und Medizinischem Dienst geprüft werden kann. Der Kodierungs-Assistent setzt genau an dieser Stelle als Vorbereitung an.

~ 14.000

Codes im ICD-10-GM

Der vollständige Katalog ist über die KV oder im DIMDI-Browser nachschlagbar. In der Sprechstunde ist diese Recherche praktisch nicht leistbar.

Mehrere

Sekundärdiagnosen pro Fall

Bei multimorbiden Patienten sind Sekundärdiagnosen für Diagnosethesaurus und Abrechnung relevant — werden in der Hektik der Sprechstunde aber häufig nicht erfasst.

G · V · Z · A

Diagnosesicherheit

Die Kennzeichnung als gesicherte, Verdachts-, Zustand-nach- oder Ausschluss-Diagnose ist verpflichtend und prüfungsrelevant — eine häufige Quelle für Korrekturen durch KV oder MD.

WIE ES FUNKTIONIERT

In vier Schritten zur überprüften Kodierung.

Der Kodierungs-Assistent ist eine eigene Oberfläche innerhalb der Aescuris-Software. Die Datenübergabe aus Ihrer Praxissoftware erfolgt über etablierte Schnittstellen. Die Vorschläge werden im Aescuris-Dialog dargestellt — die Entscheidung treffen Sie als Arzt.

  1. 01

    Behandlungstext bereitstellen

    Sie diktieren oder dokumentieren wie gewohnt — Anamnese, Befund, Verlauf — in Ihrer Praxissoftware. Aescuris übernimmt den Text wahlweise über die GDT-Schnittstelle, per Import/Export oder durch einen einfachen Kopier-Vorgang in das Modul. Auf Wunsch erfolgt die Übergabe automatisiert im Hintergrund, sobald Sie die jeweilige Patientenakte aufrufen.

  2. 02

    Codevorschläge prüfen

    Der Kodierungs-Assistent analysiert den Text gegen den aktuellen ICD-10-GM-Katalog und schlägt passende Diagnosecodes vor — inklusive Quellenhinweis im Text, alternativer Codes und Hinweis auf häufig übersehene Sekundärdiagnosen. Jeder Vorschlag wird transparent dargestellt, damit Sie nachvollziehen können, woher er stammt.

  3. 03

    Auswählen, ergänzen, verwerfen

    Sie entscheiden pro Vorschlag, ob er übernommen, angepasst oder verworfen wird. Eigene Codes lassen sich manuell ergänzen. Die Reihenfolge Haupt-/Nebendiagnosen kann frei festgelegt werden — auch die Kennzeichnung als gesicherte (G), Verdachts- (V), Zustand-nach- (Z) oder Ausschluss-Diagnose (A) bleibt in Ihrer Hand.

  4. 04

    In die Praxissoftware übernehmen

    Die freigegebene Code-Liste wird per Kopierfunktion oder über die etablierten Schnittstellen in Ihre Praxissoftware übernommen. Auf Wunsch lassen sich erweiterte Integrationen realisieren — etwa eine direkte Übergabe in den Behandlungsschein. Die finale ärztliche Bewertung und Verantwortung für die Kodierung verbleibt in jedem Fall beim behandelnden Arzt.

ANWENDUNGSFÄLLE

Drei typische Kodierungs-Konstellationen.

Wo der Kodierungs-Assistent den größten Beitrag leistet, hängt von der Praxisstruktur und vom Patientenkollektiv ab. Drei Beispiele:

HAUSARZTPRAXIS

Multimorbidität und Z-Codes

Hohe Patientenfrequenz, viele chronisch Erkrankte, ausgeprägte Multimorbidität. Sekundärdiagnosen und Anlässe (Vorsorge, Nachsorge, Z-n-Zustände) gehen in der Hektik der Sprechstunde häufig unter.

Effekt mit Aescuris: Der Assistent macht ergänzende Codevorschläge auf Basis des dokumentierten Verlaufs. Der Arzt entscheidet, welche übernommen werden — die Kodierung wird vollständiger, ohne zusätzliche Recherchezeit.

FACHARZTPRAXIS

Spezifische Codes im Fachgebiet

Diagnosen liegen tief im Katalog, mit feinen Differenzierungen (Lokalisation, Akut/Chronisch, Komplikationen). Die manuelle Suche ist zeitaufwendig — die Folge sind oft generische Codes, obwohl spezifischere möglich wären.

Effekt mit Aescuris: Der Assistent schlägt spezifische, im Fachgebiet etablierte Codes vor und macht die Differenzierung sichtbar. Der Arzt prüft und übernimmt — die Kodierungstiefe steigt, ohne den Workflow zu verändern.

MVZ · KLINIK-AMBULANZ

Konsistenz zwischen Behandlern

Mehrere Ärztinnen und Ärzte arbeiten an überlappenden Patientenkollektiven. Unterschiedliche Kodierungsgewohnheiten führen zu Heterogenität in Statistik und Abrechnung — und zu erhöhtem Audit-Risiko.

Effekt mit Aescuris: Die Vorschläge basieren auf demselben Katalog und denselben Prüfregeln. Die Kodierung wird zwischen Behandlern konsistenter, ohne dass die ärztliche Entscheidung eingeschränkt wird.

ÄRZTLICHE BEGLEITUNG

Konzipiert mit einem Hausarzt, der KV-Prüfungen aus der Praxis kennt.

Dr. med. Christian C. Schmidt — Co-Founder und ärztliche Begleitung Aescuris
Dr. med. Christian C. Schmidt
Co-Founder · Ärztliche Begleitung
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Kodierung ist ein zweischneidiges Thema. Ungenau dokumentiert, kostet sie die Praxis Geld. Zu großzügig kodiert, holt der Medizinische Dienst die Forderungen zurück. Eine KI darf hier nichts behaupten, was nicht im Behandlungstext steht. Sie soll Vorschläge machen — und der Arzt entscheidet. Genau diese Grenze ist die Maßgabe für den Aescuris-Kodierungs-Assistenten.

Dr. med. Christian C. Schmidt — Facharzt für Allgemeinmedizin und Anästhesiologie, Lehrpraxis der Universität Heidelberg

SICHERHEIT & DSGVO

Kodieren ohne Datenabfluss.

Der zu kodierende Behandlungstext enthält Patientendaten der Sonderkategorie nach DSGVO Art. 9. Aescuris ist daher konsequent als Onpremise-Lösung konzipiert.

Onpremise-Architektur

Sprachmodell, ICD-10-GM-Katalog und Behandlungstexte verbleiben auf dem Praxisserver in Ihrem Netzwerk. Kein Cloud-Routing, keine externen Inferenz-Endpunkte.

Keine Auftragsverarbeitung

Da Aescuris die Daten nicht im Auftrag verarbeitet, sondern Sie selbst die Verarbeitung auf der eigenen Hardware durchführen, entfällt der AVV — ein häufiger Stolperstein in Cloud-Lösungen.

Schweigepflicht (§ 203 StGB)

Die Architektur ist auf den Schutz der ärztlichen Schweigepflicht ausgelegt. Es existiert kein Pfad, über den der Behandlungstext an Aescuris oder einen Dritten gelangen könnte.

Auditierbarkeit

Jede vorgeschlagene und übernommene Kodierung wird mit Zeitstempel, Quelldaten-Referenz und Modellversion protokolliert — für die interne Dokumentation und für mögliche externe Prüfungen.

HÄUFIGE FRAGEN

Antworten auf das, was Praxen am häufigsten fragen.

Welche ICD-Version verwendet der Aescuris Kodierungs-Assistent?
Aescuris arbeitet mit dem in Deutschland verbindlichen ICD-10-GM (German Modification) in der jeweils aktuellen vom BfArM herausgegebenen Fassung. Bei einer Versionsumstellung wird der Katalog im Aescuris-Server zentral aktualisiert — die Praxis muss nichts manuell pflegen.
Wie zuverlässig sind die ICD-10-Vorschläge?
Die Vorschläge basieren auf einem Sprachmodell, das auf deutschsprachige medizinische Fachsprache abgestimmt ist und gegen den ICD-10-GM-Katalog arbeitet. Jeder Vorschlag bleibt jedoch genau das: ein Vorschlag. Die fachliche Bewertung, die Auswahl der zutreffenden Codes und die rechtliche Verantwortung für die Kodierung verbleiben beim behandelnden Arzt. Aescuris ersetzt keine ärztliche Kodierungsentscheidung und keine Abrechnungsprüfung.
Werden auch Sekundärdiagnosen und Z-Codes vorgeschlagen?
Ja. Der Kodierungs-Assistent erkennt Hinweise auf Begleit- und Folgediagnosen sowie auf Anlässe wie Vorsorge, Z-n-Zustände oder Ausschlussbefunde und stellt sie als Vorschläge zur Verfügung. Die Kennzeichnung als Haupt- oder Nebendiagnose und die Diagnosesicherheit (G/V/Z/A) entscheidet der Arzt.
Bleiben Patientendaten beim Kodieren in der Praxis?
Ja. Aescuris läuft vollständig lokal auf einem dedizierten Praxisserver. Der zu kodierende Behandlungstext verlässt Ihr Netzwerk zu keinem Zeitpunkt — kein Cloud-Upload, keine externen API-Aufrufe, keine Telemetrie. Damit ist das Modul auf die Anforderungen der DSGVO Art. 9 und der ärztlichen Schweigepflicht (§ 203 StGB) ausgelegt.
Lässt sich der Kodierungs-Assistent an unsere bestehende Praxissoftware anbinden?
Aescuris ist auf eine Integration mit den gängigen Praxisverwaltungssystemen ausgelegt. Anbindungen erfolgen wahlweise über die etablierten KBV-Schnittstellen, GDT oder eine dedizierte Praxis-zu-Aescuris-Brücke. Im Pilotprogramm prüfen wir die jeweilige Konstellation kostenfrei und stellen die Integration her.
Ersetzt der Kodierungs-Assistent eine Abrechnungs- oder MD-Prüfung?
Nein. Der Kodierungs-Assistent unterstützt die ärztliche Kodierungsentscheidung in der Dokumentation. Er ist keine Abrechnungsprüfung, kein Plausibilitätsmodul der KV und kein Ersatz für die Prüfung durch den Medizinischen Dienst. Die Verantwortung für die Korrektheit der Kodierung gegenüber KV, Krankenkasse und MD verbleibt bei der Praxis.
Was kostet das Modul ICD-10 Auto-Kodierung?
Das Modul ist Teil der Säule Diagnostik und einzeln freischaltbar. Im Pilotprogramm 2026 ist die Nutzung in der Pilotphase kostenfrei. Anschließend erfolgt die Abrechnung pro Praxis und Monat — wir vereinbaren den Umfang transparent vor der Freischaltung.
Wer hat den Aescuris Kodierungs-Assistenten medizinisch begleitet?
Die ärztliche Begleitung erfolgt durch Dr. med. Christian C. Schmidt, Facharzt für Allgemeinmedizin und Anästhesiologie mit über 20 Jahren Praxiserfahrung und Co-Founder von Aescuris. Workflows, Prüfregeln und die Darstellung der Vorschläge werden gemeinsam mit Pilotpraxen iterativ verfeinert.
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Wir nehmen 2026 eine begrenzte Anzahl Pilotpraxen auf. Sie erhalten die Hardware, die Einrichtung und die ärztliche Begleitung — ohne Kosten in der Pilotphase.

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